@Book{1970344849, author="Hollenbach, Lina Charlotte", title="Trainingsempfehlungen f{\"u}r Patienten mit Chronisch Myeloischer Leuk{\"a}mie auf Grundlage der Symptombelastung und unter Ber{\"u}cksichtigung ihrer Bewegungspr{\"a}ferenzen", year="2024", address="Rostock", abstract="Die Sport- und Bewegungstherapie als supportiver und pr{\"a}ventiver Ansatz hat in der Behandlung onkologischer Patienten in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Dies basiert auf einer starken Evidenz positiver Effekte von k{\"o}rperlicher Aktivit{\"a}t, darunter Symptomlinderung und die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualit{\"a}t (QoL). Neben allgemeinen Trainingsempfehlungen speziell f{\"u}r Krebs{\"u}berlebende existieren f{\"u}r einzelne Entit{\"a}ten bereits spezifische Empfehlungen. Diese k{\"o}nnen jedoch aufgrund gro{\ss}er Unterschiede zwischen den Entit{\"a}ten im Hinblick auf Therapieoptionen sowie krankheits- und therapieassoziierten Symptomen, selten eins zu eins {\"u}bertragen werden. Ob und von welchen Trainingsma{\ss}nahmen Patienten mit Myeloproliferativen Neoplasien (MPN) profitieren, ist bislang unzureichend untersucht und daher aktuell nicht Teil der Behandlungs-Leitlinie. Die Chronisch Myeloische Leuk{\"a}mie (CML) ist gekennzeichnet durch das sogenannte „Philadelphia-Chromosom``, einem durch reziproke Translokation zweier Chromosomen entstandenen onkogenen BCR::ABL-Fusionsgen, welches zu einer konstitutiv aktiven Rezeptortyrosinkinase mit unkontrollierter Blutzellproliferation f{\"u}hrt und unter den MPNs eine Besonderheit darstellt. Aktuell gibt es keinen medikament{\"o}sen kurativen Therapieansatz zur Behandlung der CML. Durch den Einsatz von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) konnte die Mortalit{\"a}t so weit gesenkt werden, dass sich die Lebenserwartung an die der Normalbev{\"o}lkerung angeglichen hat. Die Pr{\"a}valenz steigt somit stetig an. Obwohl immer h{\"a}ufiger erfolgreiche TKI-Absetzversuche zu einer funktionellen Heilung f{\"u}hren, ist bei einem Gro{\ss}teil der F{\"a}lle eine lebenslange Einnahme von TKIs f{\"u}r eine Krankheitsremission notwendig. Sowohl die Therapie mit TKIs als auch die CML selbst k{\"o}nnen mit einer ausgepr{\"a}gten Symptomlast, mit Auswirkungen auf die QoL, einhergehen. Zielgerichtete k{\"o}rperliche Aktivit{\"a}t (= Sport) k{\"o}nnte folglich ein nicht-pharmakologischer Ansatz sein, um die Symptomlast zu senken und die QoL von CML-Patienten zu verbessern. Mit dem Ziel erstmals spezifische Trainingsempfehlungen f{\"u}r CML-Patienten zu erarbeiten, wurde im Rahmen der multizentrischen „OSHO {\#}97-Studie`` eine einmalige Patientenbefragung durchgef{\"u}hrt. Neben demografischen und klinischen Parametern wurden speziell die krankheits- und therapieassoziierten Symptome sowie die Trainingspr{\"a}ferenzen erfasst. Auf Basis der Ergebnisse (212 CML-Patienten) und unter Ber{\"u}cksichtigung der aktuellen Evidenz wurden mittels integrativer Entscheidungsfindung in einem multiprofessionellen Team Trainingsempfehlungen f{\"u}r CML-Patienten abgeleitet. Im Fokus standen dabei die Hauptsymptome Fatigue, Knochen-/ Muskelschmerzen und Hauterscheinungen. Auff{\"a}llig war der gro{\ss}e Anteil {\"u}bergewichtiger CML-Patienten, wobei unklar war, wie hoch der Anteil therapieinduzierter Gewichtszunahmen war. Die Trainingsempfehlungen umfassen im Wesentlichen ein mindestens zweimaliges, kombiniertes Kraft-Ausdauertraining mit moderater Intensit{\"a}t pro Woche. Die anfangs empfohlene Trainingsdauer von 30 Minuten sollte, wie auch die Intensit{\"a}t, im Verlauf progressiv gesteigert werden. {\"U}bergewichtigen CML-Patienten wird ein Hypertrophietraining und der Einsatz gelenkschonender Bewegungsformen empfohlen. Speziell f{\"u}r Sportanf{\"a}nger eignet sich zum Trainingseinstieg der Zeitpunkt der h{\"a}matologischen Remission, welcher bei Therapieansprechen etwa drei Monate nach Therapiebeginn eintritt. Die vorliegenden Trainingsempfehlungen f{\"u}r CML-Patienten bieten eine exzellente Grundlage f{\"u}r zuk{\"u}nftige interventionelle Studien zur Evaluation der Umsetzbarkeit, Sicherheit und Effektivit{\"a}t des Trainings.", school="Universit{\"a}t Rostock", note="vorgelegt von Lina Charlotte Hollenbach", note="GutachterInnen:Christian Junghan{\ss} (Klinik und Poliklinik f{\"u}r H{\"a}matologie, H{\"a}mostaseologie, Onkologie, Stammzelltherapie und Palliativmedizin, Department f{\"u}r Innere Medizin, Universit{\"a}tsmedizin Rostock) ; Susanne Sau{\ss}ele (CML-Exzellenzzentrum III. Medizinische Klinik, H{\"a}matologie und Onkologie, Universit{\"a}tsmedizin Mannheim) ; Sven Bruhn (Institut f{\"u}r Sportwissenschaft, Universit{\"a}t Rostock)", note="Dissertation Universit{\"a}t Rostock 2025", doi="10.18453/rosdok_id00005474", url="https://purl.uni-rostock.de/rosdok/id00005474", url="https://doi.org/10.18453/rosdok_id00005474", language="German" }